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Baurecht – Genehmigungsfreiheit von Kleinwindkraftanlagen

Sroka Stahlbau Kleinwindanlage mit passiver Pitchverstellung 3,5 kW, www.sroka-stahlbau.de

Sroka Stahlbau Kleinwindturbine ws 3.5 auf Rohrmast zur Eigenversorgung, www.sroka.de

Genehmigungsfreiheit für Kleinwindkraftanlagen

In Deutschland ist die Genehmigung von Kleinwindrädern Ländersache. Hier greift also das Landesbauordnungsrecht der einzelnen Bundesländer. So unterschiedlich fallen auch die Bedingungen und Kriterien für das Baugenehmigungrecht bei Kleinwindanlagen aus. Kleinwindkraftanlagen dürfen nicht höher als 50 Meter, in manchen Bundesländern nicht höher als 30 m sein. Windturbinen dieser Größe gelten als nicht regional bedeutsam. Sie fallen daher auch nicht wie große Windkraftanlagen unter das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. Nun hat auch das Land Mecklenburg-Vorpommern Kleinwindräder vom Verfahren der Baugenehmigung freigestellt.

Doch Vorsicht! Verfahrensfreistellung heißt nicht, einfach los bauen zu können wie bei Kleinwindkraftanlagen auf mobilen Objekten (Segeljachten, Wohn- oder anderen Mobile) bei denen Sie keine Genehmigung benötigen.

Ohne Baugenehmigung haben sie keine Rechtssicherheit für den dauerhaften Betrieb Ihres Windrades.

Das ordinäre Baurecht ist trotzdem Punkt für Punkt einzuhalten. Sie benötigen also vor Errichtung ihrer Kleinwindkraftanlage zwingend alles, was für eine Baugenehmigung nötig wäre. Allein, sie müssen es nicht beim Bauamt einreichen. Spätestens jedoch, wenn eine Anzeige wegen Störung oder Nichteinhaltung der baurechtlichen/ nachbarschaftlichen Belange vorliegt müssen sie nachweisen, dass die Errichtung ihrer Windturbine gemäß dem Baurecht erfolgt ist. Fehlen Ihnen dann Unterlagen oder sind die Kriterien des Baurechtes nicht erfüllt, droht der Rückbau der Kleinwindanlage – und das kann dann teuer werden.

Wer eine Baugenehmigung hat, ist dann klar im Vorteil.

Zweiter Punkt ist, dass jeder Meter Höhe die Erträge exponentiell ansteigen lässt. Es ist also nicht ratsam, so niedrig wie möglich zu bauen, sondern so hoch wie möglich. Höhen von 15 bis 24 m sind aus Ertragsgründen, aber auch aus optischen(Windturbine wirkt sehr viel kleiner), Schall- (jedes Vogelgezwitscher ist lauter) und Schattenwurfgründen (Schattenlast verringert sich) sinnvoll. Im Ergebnis erfreuen sie sich des höheren Ertrages und können sich bei einer ordentlichen Windturbine getrost ohne Störung in den Vorgarten setzen.

Seien sie also clever. Sparen Sie nicht an der falschen Stelle!